Einblicke in die Praxis: Kasachische Hochschulvertreter zu Gast bei LOGO e.V.
Die Stiftung West-Östliche Begegnungen fördert Reisen und Gastaufenthalte zwischen Zentralasien und Deutschland. Im Rahmen eines Projekts zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und LOGO e.V. wurden Frau Fariza Mukanova von der Kozybayev-Universität in Petropawlowsk sowie Herr Yerkesh Rakhymzhanov von der Ualikhanov-Universität in Kokshetau für einen Fachaufenthalt in Deutschland ausgewählt. Ziel der Reise war es, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und den Gästen Einblicke in das Praktikantenprogramm zu ermöglichen. Der Aufenthalt wurde von Dr. Hartwig Mennen (LOGO e.V.) organisiert und begleitet.
Nach ihrer Ankunft in Frankfurt besuchten die beiden Hochschulvertreter gemeinsam mit Dr. Mennen sieben Praktikumsbetriebe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Betriebsleitern und Studierenden über ihre Erfahrungen mit den sechsmonatigen Praktika. Dabei wurden insbesondere die praktischen Lerninhalte, die Integration der Praktikantinnen und Praktikanten in die betrieblichen Abläufe und das soziale Umfeld, sprachliche Herausforderungen sowie aktuelle Themen aus den Bereichen Landwirtschaft, Ökologie und ländliche Entwicklung thematisiert.
Vom 29. Juni bis 3. Juli nahmen die beiden Gäste gemeinsam mit 24 Praktikantinnen und Praktikanten an einem Fachseminar in Mühlhausen teil. Das abwechslungsreiche Programm verband fachliche Inhalte mit praktischen Einblicken und bot vielfältige Möglichkeiten zum Austausch. Im Mittelpunkt standen Themen des ökologischen Landbaus und Gartenbaus. Im Rahmen verschiedener Fachexkursionen besuchte die Gruppe unter anderem das Gut Sambach, die Fachhochschule Erfurt, die Schweizer Sauerkonservenfabrik sowie das Projekt „Essbare Stadt Mühlhausen“. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in innovative Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft und regionaler Entwicklung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Bereich der erneuerbaren Energien. Die Teilnehmer besichtigten Anlagen zur Solarthermie und zur Nutzung von Biomasse. Ergänzend informierte Dr. Mennen über Möglichkeiten der eigenen Stromerzeugung und -nutzung sowie über praktische Aspekte der Energiewende.
Neben den fachlichen Inhalten standen auch Austausch und Begegnung im Vordergrund. Workshops, Präsentationen der Studierenden, Abschlusstests sowie eine Stadtführung und eine gemeinsame Abschlussfeier rundeten das Seminarprogramm ab und stärkten den internationalen Erfahrungsaustausch zwischen den Beteiligten.
Fazit: Der Besuch ermöglichte den Partnerhochschulen einen direkten Einblick in das Praktikantenprogramm und in die Betreuung ihrer Studierenden in Deutschland. Viele Fragen zur Zusammenarbeit konnten geklärt und neue Ideen entwickelt werden. Die erfolgreiche Kooperation wird fortgesetzt – weitere gemeinsame Projekte sind bereits geplant.



